Dein Start ins Journaling

Der schwierigste Teil am Journaling ist nicht das Schreiben. Es ist der Moment davor, wenn du vor einer leeren Seite sitzt und denkst: «Und jetzt?»

Darum machen wir es hier ganz einfach. Du brauchst weniger, als du denkst, und deine erste Seite ist schneller gefüllt, als dein Kaffee kalt wird.

Was du wirklich brauchst

Ein Heft und einen Stift. Das ist alles.

Am angenehmsten ist ein A5-Notizbuch, gepunktet oder blanko, weil du da frei schreiben und gestalten kannst. Aber ehrlich: Ein altes Schulheft funktioniert genauso.

Schön, aber kein Muss:

Washi-Tape für Streifen und Rahmen

Sticker oder ausgedruckte Deko

ein Klebestift und eine kleine Schere

ein, zwei Stifte in deiner Lieblingsfarbe

Kauf am Anfang nicht zu viel. Ein Berg Material setzt dich nur unter Druck, ihn auch zu benutzen.

Wann und wo du journalst

Es gibt keine richtige Zeit. Hauptsache, sie passt in dein Leben.

Am Morgen, mit dem ersten Kaffee, um dich auf den Tag einzustimmen

Am Feierabend, um den Tag abzulegen, bevor du ins Bett gehst

Zwischendurch, wenn dir etwas durch den Kopf geht und raus will

Ein kleiner Trick: Verbinde Journaling mit etwas, das du sowieso jeden Tag machst. Zum Beispiel immer dann, wenn du dir einen Tee kochst. So wird es mit der Zeit zum Ritual.

Deine erste Seite in 5 Minuten

Datum oben hin. Einfach, damit du später weisst, wann das war.

Ein Satz zu dir: «Heute fühle ich mich …»

Eine Frage beantworten: zum Beispiel «Was beschäftigt mich gerade am meisten?»

Etwas Kleines dazu: ein Washi-Streifen, ein Sticker oder ein gekritzeltes Herz.

Fertig. Wirklich. Mehr muss es nicht sein.

Wenn der Kopf leer ist

Und wenn dir nichts einfällt?

Dann nimm einen dieser Satzanfänge und schreib einfach weiter:

«Gerade fühle ich mich …»

«Was mich heute genervt hat …»

«Worauf ich mich freue …»

«Was ich mir gerade wünsche …»

«Eigentlich würde ich gern …»

Der erste Satz ist der schwerste. Danach schreibt es sich oft von allein.

Was dich am Anfang ausbremst

Perfektion. Deine Seiten müssen nicht aussehen wie auf Pinterest. Meine tun das auch nicht.

Zu grosse Vorsätze. Lieber dreimal pro Woche fünf Minuten als einmal eine Stunde und dann nie wieder.

Ein «zu schönes» Heft. Wenn du dich nicht traust, reinzuschreiben, nimm ein günstiges. Ernsthaft.

Ausgelassene Tage. Sind kein Scheitern. Du machst einfach dort weiter, wo du bist.

Und jetzt?

Deine erste Seite ist geschafft? Dann schau dir als Nächstes an, welche Journal-Methode zu dir passt.

Oder mach es dir noch leichter: Meine Journal-Seite zum Ausdrucken bringt Sticker, Fragen und Deko gleich mit.