Journal gestalten

Du musst nicht zeichnen können, um schöne Journalseiten zu machen. Ehrlich nicht. Mit ein bisschen Washi-Tape, ein paar Stickern und einem einfachen Aufbau sieht jede Seite liebevoll aus, auch wenn du dir selbst «unkreativ» vorkommst.

Und das Wichtigste vorweg: Gestalten ist ein Bonus, kein Muss. Es soll dir Freude machen, nicht Druck.

Washi-Tape: dein bester Freund

Washi-Tape ist dünnes, gemustertes Klebeband aus Papier. Es lässt sich leicht abziehen, neu kleben und mit der Hand abreissen. So setzt du es ein:

Als Überschrift: ein Streifen oben quer, darauf schreibst du das Datum oder ein Wort

Als Rahmen: vier Streifen rund um einen Textblock

In den Ecken: kleine schräge Stücke, wie Fotoecken

Am Seitenrand: ein Streifen, der über den Rand hinausragt, als Lesezeichen

Sticker und Deko zum Ausschneiden

Sticker bringen Farbe auf die Seite, ohne dass du etwas zeichnen musst. Ein paar Tipps:

Weniger ist mehr. Zwei, drei Elemente pro Seite reichen völlig.

Ecken und Ränder sind die schönsten Plätze, so bleibt Platz zum Schreiben.

Kombiniere ein grosses Element mit ein, zwei kleinen.

Bleib bei einer Farbwelt. Zwei, drei Farben, die sich wiederholen, wirken sofort ruhig.

Drei einfache Layouts

1. Impuls oben, Text darunter

Oben ein Sticker oder ein Satz, darunter schreibst du, was er in dir auslöst. Ideal für den Anfang.

2. Zwei Spalten

Links schreibst du, rechts kommen Deko, eine Liste oder kleine Notizen hin. Wirkt aufgeräumt und lässt Luft.

3. Collage-Ecke

In einer Ecke klebst du ein paar Elemente übereinander, Washi, Sticker, ein Stück Papier. Der Rest der Seite gehört deinen Gedanken.

Collagen aus dem Alltag

Wirf nicht alles weg. Diese Dinge machen sich wunderbar im Journal:

Eintrittskarten und Zugtickets

Teebeutelhüllen und Zuckertütchen

Kassenbons von besonderen Tagen

getrocknete Blumen und Blätter

alte Buchseiten, Briefumschläge, Etiketten

So wird dein Journal mit der Zeit zu einem Erinnerungsbuch.

Schöne Überschriften ohne Kalligrafie

Grosse Druckbuchstaben wirken klar und ruhig.

Einmal nachziehen: Schreib das Wort und zieh die Abstriche ein zweites Mal nach. Sieht sofort nach Handlettering aus.

Ein Kasten oder eine Wellenlinie darunter rahmt jede Überschrift.

Deine eigene Schrift ist schön, auch wenn du das gerade nicht glaubst.

Und wenn's nicht gefällt?

Dann klebst du einfach etwas drüber. Ein Sticker, ein Stück Papier, ein Washi-Streifen. Niemand sieht es, und meist sieht die Seite danach sogar besser aus. Schief geklebt ist übrigens auch ein Stil. Meiner, um genau zu sein. 😉

Du hast den ganzen Weg geschafft

Jetzt weisst du, was Journaling ist, wie du anfängst, welche Methoden es gibt, wo du Impulse findest und wie du deine Seiten gestaltest. Der Rest passiert auf dem Papier.

Und wenn du dir das Gestalten noch leichter machen willst: In meinen Journal-Sets bekommst du für jeden Tag einen Impuls-Sticker mit passender Deko, fertig zum Ausschneiden.